Foto: W. Lowin
Während der Castortransporttage war Bruce Thompson von den »Friends of the earth«; aus Australien zu Besuch. Er war einer Einladung von Greenpeace zum Internationalen Endlagerhearing gefolgt. In Australien hat er in den Vorjahren die Aborigines im Kakadu-Nationalpark im Kampf gegen den Uranabbau unterstützt. Seit etwa einem Jahr ist er in Südaustralien und unterstützt die Kupa Pedi Kungka Tutja. Hinter diesen Worten in Aboriginal-Sprache steht ein Zusammenschluß von drei verschiedenen Aboriginal-Stämmen, vertreten durch die älteren Frauen. Auf dem Wege ihre eigene Kultur und ihre eigenen Werte neu zu beleben, wehren sie sich auf der anderen Seite gegen die für sie schädlichen Einflüsse der Weißen: gegen die Uranmine »Roxby Downs« und gegen das Endlagerprojekt, bei dem Atommüll aus Sydney in Fässern nahe ihres Gebietes verbuddelt werden soll. Alle von ihnen haben die negativen Auswirkungen von radioaktiver Strahlung am eigenen Leibe erlebt. Sie waren Zeugen und Opfer der britisch-australischen oberirdischen Atomteste. Der erste Test in Emu Junction hat am 15. Oktober 2003 seinen 50. Jahrestag. Die Frauen wissen wovon sie sprechen, wenn sie vor den Gefahren der Radioaktivität warnen. »The poison-leave it« ist ihre Deklaration.
Bruce Thompson kam mit dem Gedanken eine deutsch-australische Kampagne auf den Weg zu bringen, denn im Urangeschäft in Australien sind deutsche Firmen mitbeteiligt. Ein kleiner Anfang ist gemacht. Ein Kreis von Leuten tauschte sich mit Bruce aus und im BI-Infozelt wurde eine Solidaritätsbekundung in Form eines Tuches mit unseren Handabdrücken (dem Stopp-Symbol in Australien) erstellt, und mit auf die Reise nach Australien geschickt.
Im Wendland bieten wir Gruppen an, Videos aus dem australischen Widerstand anzusehen und geben Hintergrundinformation dazu. Wir lassen uns gerne dazu einladen.
Magdalene Seffers-Michalski